8 Schleifapparat
Der „Schleifer“ stand bei seiner Arbeit knapp neben dem von Wasser benetzten, schnelllaufenden Stein, hielt die Sense bei der Hamme und Spitze, wobei seine Hände durch „Handleder“ geschützt waren, und stemmte die Sense gegen den Umlauf des Steines, so daß das Blatt annähernd senkrecht auf dessen Umfang aufstand.
Durch Hin- und Herbewegen wurden die vom Scherenschnitt gebliebenen Absätze ausgeglichen und eine einheitliche Kurve erzielt.
Die fertig geschliffene Sense wurde in einen Trog mit Wasser geworfen, wo ein Gehilfe, der „Auswascher“, sie von dem anhaftenden Schleifschlamm reinigte, um sie dann sogleich über offener Glut, einer sogenannten „Glosn“, zu trocknen.
(aus: Sensenschmiede & Ihre Technik, Josef Zeitlinger)
Der Schleifer verdiente sehr gut, der Beruf war anstrengend – die Lebenszeit kürzer.
English – 08 Grinder
The “grinder” stood close to the fast-moving stone, which was wet with water, held the scythe by the hammer and tip, with his hands protected by “hand leather”, and pushed the scythe against the rotation of the stone so that the blade stood almost vertically on its circumference.
By moving the scythe backwards and forwards, the steps left by the scissor cut were evened out and a uniform curve was achieved.
The finished scythe was thrown into a trough of water, where an assistant cleaned the adhering grinding sludge and then immediately dried it over open embers.
(from: Scythe smiths & their technique, Josef Zeitlinger)
The grinder earned very well, the job was strenuous – the lifetime shorter.
